window.ga=window.ga||function(){(ga.q=ga.q||[]).push(arguments)};ga.l=+new Date; ga('create', 'UA-57164603-1', 'auto'); ga('require', 'GTM-WLBQSB7'); ga('set', 'forceSSL', true); ga('set', 'anonymizeIp', true); ga('require', 'displayfeatures'); ga('require', 'cleanUrlTracker'); ga('require', 'outboundLinkTracker'); ga('require', 'ec'); ga('send', 'pageview'); ga('set', 'nonInteraction', true); setTimeout("ga('send', 'event', 'read', '20 seconds')", 20000); Chronobiologie: Licht taktet die innere Uhr | Licht-Erlebnisse.de

Chronobiologie: Licht taktet die innere Uhr

Licht ist so viel mehr als eine Vorraussetzung, gut sehen zu können - es taktet unsere innere Uhr, und ist deswegen wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Physiologie. Schon Charles Darwin beobachtete, dass viele Abläufe in der Natur einem bestimmten Rhythmus zu folgen scheinen. Doch erst viel später, etwa ab den 1960er Jahren, wurde in der Forschung ein Bewusstsein dafür entwickelt, wie wichtig der Faktor Licht für den menschlichen Rhythmus ist.

Der Takt der Natur

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Man muss nicht lange nachdenken, um Beispiele für gleichbleibende Rhythmen in der Natur zu finden: Die Jahreszeiten, Ebbe und Flut, Tag und Nacht. Beinah alle Lebewesen haben ihr Leben auf mindestens eines dieser wiederkehrenden Phänomene gerichtet - Tiere, die Winterschlaf halten, sind nur ein Beispiel. Die ersten Beobachtungen dazu wurden aber bei Pflanzen gemacht: Blätter, die sich im Tagesrhythmus bewegten, selbst wenn man sie in dauerhaft dunkle Umgebungen brachte. Damit konnte gezeigt werden, dass die Pflanze nicht auf das Licht der Sonne reagiert, sondern auch ohne die Sonne nach einem bestimmten Takt funktionierte - ein erster Anhaltspunkt dafür, dass Lebewesen tatsächlich so etwas wie eine "innere Uhr" besitzen.

Der Tagesrhythmus

Menschen, genau wie viele Tiere, funktionieren nach dem sogenannten circadianen Rhythmus, was wörtlich übersetzt so viel heißt wie "etwa ein Tag", also ungefähr 24 Stunden. Dass diese 24 Stunden genau in das Schema unserer Zeitzählung passen, ist natürlich kein Zufall - völlig wahllos gewählt sind sie aber auch nicht. Der natürliche Rhythmus schwankt, je nach Tierart, aber auch zwischen verschiedenen Menschen, etwa zwischen 22 und 25 Stunden. Er steuert elementare, physiologische Funktionen wie etwa Blutdruck, Körpertemperatur und natürlich den Schlaf-Wach-Rhythmus. Wann wir schlafen und wann wir wach sind, wird von unseren Hormonen gesteuert: Nach Sonnenuntergang, also wenn es dunkel wird, bildet unser Körper den Botenstoff Melatonin, wir werden müde. Etwa gegen drei Uhr nachts erreicht der Melatoninspiegel im Blut seinen Höhepunkt und sinkt danach langsam ab - wir werden langsam wieder wach.

Wie bereits erwähnt, beträgt dieser Rhythmus bei Menschen nicht zwangsläufig genau 24 Stunden - allerdings ist er meist recht nahe dran. Damit wir jedoch in diesem präzise gesteckten Takt bleiben, brauchen die meisten von uns sogenannte "äußere Zeitgeber": Wie den Wecker, der uns eben zu einer ganz bestimmten Zeit aus den Federn holt, wenn wir nicht von selbst aufwachen.

Übrigens ist auch die sprichwörtlich Unterscheidung von "Eulen" und "Lerchen" weder Mythos noch zwangsläufig eine faule Ausrede: Abhängig von den genetischen Vorraussetzungen, aber auch von wandelbaren Faktoren wie etwa dem Alter, gibt es tatsächlich zwei verschiedene "Chronotypen" beim Menschen.

Wenn wir aus dem Takt geraten

Wer schon mal einen Jetlag hatte, weiß, was es heißt, wenn die innere Uhr aus dem Tritt gerät: Sie passt nicht mehr zusammen mit der Ortszeit, Schlaf- und Wachphasen sind verdreht. Die Folge davon sind Schlafstörungen, permanente Müdigkeit, oft sogar Kreislauf- und Blutdruckstörungen. Doch der Mensch ist anpassungsfähig: Bleiben wir eine Zeit lang in dieser "anderen Zeit" und versuchen, den dortigen Tagesrhythmus anzunehmen, stellt sich unser Körper auf den neuen Takt ein.

Schwieriger wird es, wenn man seinen Schlafrhythmus andauernd ändert - und, wenn er sich nicht am natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus orientiert. Durch die Erfindung des elektrischen Lichts im 19. Jahrhundert war es dem Menschen auf einmal möglich, völlig gegen seinen natürlichen Rhythmus zu steuern, denn die Dunkelheit hinderte nicht mehr am Arbeiten. Doch zeigen viele Beispiele, dass das Ignorieren des biologischen Takts nicht nur anstrengend, sondern ungesund ist: Ignoriert man seinen natürlichen Rhythmus konsequent, können Kreislauf- und Blutdruckprobleme auftreten, auch Schlafstörungen und Depressionen sind häufige Folgen. Sicher kommen manche Menschen mit einer Verschiebung ihres Schlafrhythmus besser zurecht als andere, doch Fakt ist: Menschen sind tagaktiv, und in der Nacht sinkt die Konzentration und Leistungsfähigkeit. So geschehen beispielsweise die meisten schweren Verkehrsunfälle in den Nachtstunden.

Natürlich kann man manch äußeren Umstand, wie beispielsweise die Schichtarbeit, nicht ändern. Doch kann es hilfreich sein, seine eigene, innere Uhr zu unterstützen. Zwar reagiert der Körper auf Kunstlicht nicht ganz so stark wie auf natürliches Tageslicht, doch kann man den eigenen Rhythmus durch die passende Beleuchtung untersützen. Tagsüber, gerade morgens, hilft tageslichtweißes Licht beim Wachwerden und -bleiben, wirkt konzentrationsfördernd und hemmt die Produktion von Melatonin. Abends, wenn sich unser Körper langsam auf Ruhe und Schlaf einstellt, bietet sich warmweißes Licht an. Es signalisiert unserem Körper, dass der Tag zu Ende geht und lässt ihn zur Ruhe kommen.

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